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Immer wieder berichten Diabetiker darüber, dass Sie nur noch eine begrenzte Menge an Blutzuckerteststreifen verordnet bekommen. Die Zahlen variieren zwischen 400 bis 600 Teststreifen pro Quartal.

Die in Schulungen empfohlene Anzahl an Messungen können oftmals nicht vorgenommen werden. Jede Messung will genauestens überlegt sein, es gilt abzuwägen zwischen dem finanziellen Aufwand und der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung, außerdem müssen für Notsituationen wie Ketoazidosen noch genügend Teststreifen zur Verfügung stehen. Viele Diabetiker müssen deswegen bereits heute in großem Umfang Teststreifen auf eigene Kosten erwerben. Wer nicht über die finanziellen Kapazitäten dazu verfügt, verzichtet entweder auf die erforderlichen Messungen oder begibt sich zusätzlich bei anderen Ärzten in Behandlung, um dort die erforderlichen Teststreifen verordnet zu bekommen.

Aber was ist der Hintergrund für die Teststreifenbegrenzung?

Das Bundesversicherungsamt als zuständige Aufsichtsbehörde schließt innerhalb eines Jahres eine weitere Krankenkasse. Nach der City BKK ist nun auch die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 betroffen.
Mitglieder der BKK Heilberufe sollten sich umgehend um eine neue Krankenkasse bemühen. Sämtliche gesetzlichen Krankenkassen sind unabhängig vom Gesundheitszustand oder Alter des Betroffenen verpflichtet, die Mitglieder der BKK Gesundheit aufzunehmen. Ob es tatsächlich zu keinen weiteren Versuchen einzelner Krankenkassen kommen wird, Betroffene mit schlechtem Gesundheitszustand oder hohem Alter abzuwimmeln, bleibt abzuwarten.

Eine Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz erschwert Diabetikern den Weg zum Schwerbehindertenausweis. Das Gericht forderte neben dem diabetesbedingten Therapieaufwand weitere erhebliche Einschnitte, die sich gravierend auf die Lebensführung auswirken.

Als erste Auswirkungen der frühen Nutzenbewertung nimmt das Pharmaunternehmen Novartis seine im Mai dieses Jahres eingeführte Blutdrucksenker-Kombi Rasilamlo® (Aliskiren und Amlodipin) nach nur fünf Monaten zum 1. September 2011 in Deutschland vom Markt.

Nach dem Urteil gegen die City BKK (vgl. Meldung vom 30.06.11) hat die 73. Kammer des Sozialgerichts Berlin nun auch die Erhebung des Zusatzbeitrages durch die DAK für unwirksam erklärt (SG Berlin Urteil v. 10.08.11, S 73 KR 2306/10).

Das Bundessozialgericht (Urteil v. 21.07.2011, Az.: B 3 KS 5/10 R) hat entschieden, dass ein Online-Journalist auch dann nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherungspflichtig ist, wenn er seine Einnahmen überwiegend durch den Verkauf von Werbefläche auf seiner Webseite erzielt.